Entwicklung

Im Kompetenznetz Leukämien (KNL) wurden bei seiner Gründung 27 Teilprojekte zu einem nationalen Expertennetzwerk vereint. Hierunter vertreten ware die großen, deutschen Studiengruppen sowie Projekte aus den Bereichen Diagnostik und Grundlagenforschung. Seither hat sich das KNL weiterentwickelt: Viele Projekte konnten erfolgreich beendet werden, andere wurden neu ins Leben gerufen. Durch die Bündelung thematisch verwandter Teilprojekte in Plattformen konnte das KNL im Rahmen der dritten Förderperiode durch das BMBF erfolgreich restrukturiert werden.

Das Kompetenznetz stellt einen interdisziplinären Zusammenschluss von Ärzten, Informatikern, Biometrikern, Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen mit Schwerpunkt Leukämien dar. Bei seiner Gründung wurden 27 Teilprojekte im Kompetenznetz vereint. Hierunter vertreten waren die großen Leukämie-Studiengruppen in Deutschland, von denen einige zum damaligen Zeitpunkt schon seit mehr als 20 Jahren etabliert waren und ihrerseits mit eigenen Kommunikationsstrukturen, interdisziplinären Kooperationen und mehreren hundert Teilnehmern in Universitätskliniken, Krankenhäusern und niedergelassenen Praxen bereits Teilnetzwerke bildeten. Daneben wurden Teilprojekte zur zentralen Diagnostik, Informatik, Biometrie, Epidemiologie, Therapie- und Grundlagenforschung ins Leben gerufen.

Basis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist eine enge horizontale und vertikale Vernetzung aller beteiligten Partner. Die hierfür notwendigen zentralen Informations-, Kommunikations- und Managementstrukturen wurden durch drei übergeordnete Projekte aufgebaut.

Im Zuge der zweiten und dritten Förderperiode durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung wurden weitere Teilprojekte etabliert und die Struktur des Kompetenzentzes reorganisiert. Die Teilprojekte wurden in Plattformen zusammengefasst. Neben den bereits existierenden infrastrukturellen Plattformen wurden drei neue, translationale Wissenschaftsplattfomen geschafften, die die Zusammenarbeit stärken und den Transfer neuer Erkenntnisse erleichtern sollten.

Teilprojekte bei Gründung des Kompetenznetzes Leukämien

Strukturprojekte

TP1: Netzwerkzentrale
Dr. U. Berger, Mannheim

 

TP2: Informationszentrum
Prof. Dr. Hoelzer, Dr. N. Gökbuget, Frankfurt

Zentrale Diagnostik

TP3: Zentrale morphologische Leukämiediagnostik
Prof. Dr. W. Gassmann, Siegen

 

TP4: Zentrale Immunphänotypisierung
Prof. Dr. W.-D. Ludwig, Berlin

 

TP5: Zentrale Zytogenetik
Prof. Dr. H. Rieder, Marburg

 

TP6: Zentrale Molekulargenetik und minimale Resterkrankung
Prof. Dr. M. Knebe, Kiel

CML

TP7: Risikoadaptierte Therapieoptimierung bei CML
Prof. Dr. R. Hehlmann, PD Dr. A. Hochhaus, Dr. Ute Berger, Mannheim

 

TP8: Frühe vs verzögerte allogene Stammzelltransplantation
Prof. Dr. R. Hehlmann, PD Dr. A. Hochhaus, Mannheim

ALL

TP9: Akute lymphatische Leukämie des Erwachsenen - eine Modellerkrankung für MRD-adaptierte Therapiesteuerung
Prof. Dr. Hoelzer, Dr. N. Gökbuget, Frankfurt

 

TP10: Entwicklung molekularer Therapiestrategien für die Ph/BCR-ABL-positive ALL
PD Dr. O. Ottmann, Frankfurt

AML

TP11: Risiko-stratifizierte Therapiestrategien für AML und MDS, AMLCG 1999
Prof. Dr. T. Büchner, Münster; Prof. Dr. W. Hiddemann, München

 

TP12: AML-Studie ´96 der Süddeutschen Hämoblastosegruppe
Prof. Dr. G. Ehninger, Dresden

 

TP13: Risiko-adaptierte Therapie zur Behandlung von Erwachsenen mit de novo AML, sekundärer AML oder RAEB-T (AML 01/99 Trial)
Prof. Dr. A. Ganser, PD Dr. G. Heil, Hannover

 

TP14: Therapieoptimierung und Analyse von biologischen Prognose-Faktoren bei der akuten myeloischen Leukämie
Prof. Dr. H. Döhner, Dr. R. Schlenk, Ulm

MDS

TP15: Immunmodulatorische Therapie von Niedrigrisiko-MDS
Prof. Dr. A. Ganser, Hannover

 

TP16: Risikostratifikation myelodysplastischer Syndrome
Prof. Dr. C. Aul, Duisburg; Dr. U. Germing, Düsseldorf

 

TP17: Wirksamkeit von ATRA bei MDS-Patienten mit 5q­Syndrom
Prof. Dr. C. Aul, Dr. A. Giagounidis, Duisburg

CMPD

TP25: Therapieoptimierung und Prognoseforschung chronischer BCR-ABL-negativer myeloproliferativer Erkrankungen
PD Dr. M. Grießhammer, Ulm; Prof. Dr. L. Bergmann, Frankfurt

Querschnittsbereiche

TP18: Zentraler Informationsserver
Prof. Dr. K. Überla , Dr. K. Adelhard, Dr. M. Dugas, München

 

TP19: Zeitabhängige Kovariablenstrukturen in Überlebensanalysen bei Leukämien
Prof. Dr. K. Überla, P. Dirschedl, München

 

TP20: Biometrie zur Therapieoptimierung und Prognoseforschung
Prof. Dr. J. Hasford, München

 

TP21: Epidemiologische Kennzahlen für Akute und chronische Leukämien mit gesicherter Diagnose von Subtypen durch zentrale Referenzlabors
Dr. D. Messerer, München

Qualitätsmanagement

TP23: Ökonomische Evaluation der Leukämietherapie: Kostenkalkulation und Prozessevaluierung
Prof. Dr. D. Hoelzer, Frankfurt; Dr. E. Harrison-Neu, Berlin

Therapieforschung

TP22: Supportivtherapie
PD Dr. Angelika Böhme, Frankfurt

 

TP26: Zelluläre Immuntherapie und Stammzelltransplantation
Prof. Dr. J. Kienast, Münster; Prof. Dr. H.-J. Kolb, München; Prof. Dr. G. Ehninger, Dresden

 

TP27: Molekulare Therapien von akuten und chronischen Leukämien
Prof. Dr. M. Hallek, München

Grundlagenforschung

TP28: Untersuchung zur Expression signaltransduzierender Moleküle bei akuten und chronischen Leukämien
Prof. Dr. A. Neubauer, Marburg

Zusätzliche Teilprojekte der zweiten und dritten Förderperiode

Grundlagenforschung

TP29: Genomics/Proteomics
Prof. Dr. B. Schlegelberger, Hannover (2. Förderperiode)

AML

TP30: Behandlung der akuten myeloischen Leukämie unter Berücksichtigung biologischer Risikofaktoren bei Patienten unter 60 Jahren (OSHO AML 2002)*
Prof. Dr. D. Niederwieser, Leipzig (2. Förderperiode)

Strukturprojekt

TP31: Studieninfrastruktur**
Dr. N. Gökbuget, K. Ihrig, Frankfurt (3. Förderperiode)

Erstellt von: Hehn (Informationszentrum) am 14.07.2015, letzte Änderung: 14.07.2015