Förderprojekt 2008

Zentrale Diagnostik und Immunphänotypisierung bei akuten Leukämien: Entwicklung eines minimalen 4-5-Farb-Panels und zentrale Qualitätssicherung

Autoren: Richard Ratei, Richard Schabath, Robert-Rössle-Klinik im HELIOS Klinikum, Charité, Campus Berlin-Buch (aus dem Rundbrief 13, Februar 2009).

Die Diagnose einer akuten Leukämie beruht auf dem zytomorphologischen Nachweis von mehr als 20 % Blasten im Knochenmark. Die Einleitung einer Therapie hängt aber nicht nur von dem quantitativen Blastennachweis, sondern entscheidend auch von der Linienzuordnung der leukämischen Zellen ab. Damit stellt die immunphänotypische Klassifizierung durch multiparametrische Durchflusszytometrie eine der wichtigsten diagnostischen Methoden bei akuten Leukämien dar. In der bisherigen Förderperiode konnte das immunologische Zellmarkerlabor des Antragstellers die jahrelange Erfahrung als zentrale Einrichtung für multizentrische klinischen Studien zur Behandlung akuter Leukämien in wichtigen Beiträgen zur Zertifizierung und Evaluation durchflusszytometrischer Labore umsetzen. Die Standardisierung und Qualitätssicherung der immunologischen Leukämiediagnostik bleibt auch weiterhin Ziel des Projektes. Eine weitere wichtige Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung eines minimalen 4- und 5-Farben Panels, das eine schnelle und sichere hämatopoetische Linienzuordnung ermöglicht. Außerdem sollen allgemeine Auswertungsalgorithmen eingeführt und in Ringversuchen getestet werden, um so eine objektivere Auswertung der durchflusszytometrischen Daten zu ermöglichen.

Erstellt von: Hehn (Informationszentrum) am 15.07.2015, letzte Änderung: 15.07.2015