Glossar

A

akut plötzlich auftretend
Alkylantien Gruppe von Arzneimitteln für die Chemotherapie, die die Zellteilung hemmen
ALL akute lymphatische Leukämie; häufigste Form der Leukämie bei Kindern
allogen griech. für anders, verschieden; von einem anderen Menschen stammend; Gegenteil von autolog
AML akute myeloische Leukämie; die häufigste Form der akuten Leukämien beim Erwachsenen
Anämie Blutarmut; Mangel an roten Blutkörperchen
Antikörper Teil der körpereigenen Immunabwehr; wird von Lymphozyten gebildet, um Viren, Bakterien oder Fremdkörper unschädlich zu machen
autolog griech. für übereinstimmend; vom selben Menschen stammend; Gegenteil von allogen

B

Blast unreife Blutzelle in einer frühen Entwicklungsstufe

C

Chemotherapie medikamentöse Behandlung einer Leukämie mit dem Ziel, das Wachstum der Leukämiezellen zu stoppen und vorhandene Zellen zu zerstören
Chromosom Träger der Erbinformationen im Zellkern
chronisch langsam, lang andauernd
CML chronische myeloische Leukämie; gehört zu den myeloproliferativen Neoplasien; in der Regel kann bei CML-Patienten das Philadelphia-Chromosom nachgewiesen werden

D

Differentialblutbild Blutuntersuchung, um die Menge der verschiedenen weißen Blutkörperchen zu bestimmen

E

Erhaltungstherapie längerfristige Behandlung nach Induktions- und Konsolidierungstherapie, um den Erfolg der Therapie weiter zu festigen
Erythrozyt rotes Blutkörperchen

G

Gen Erbinformation
Granulozyt Zelle der körpereigenen Immunabwehr; im Differentialblutbild können basophile, neutrophile und eosinophile Granulozyten unterschieden werden

H

Hämatopoese Blutbildung, also die Entstehung der Blutzellen
Hämoglobin roter Farbstoff zum Sauerstofftransport in den roten Blutkörperchen

I

Induktionstherapie erster Abschnitt der Chemotherapie
intrathekal im Hirnwasser, ins Hirnwasser

K

Konsolidierungstherapie Behandlungsabschnitt nach der Induktionstherapie, meist weniger aggressiv

L

Leukämie ugs. Blutkrebs genannt; Krebserkrankung des Knochenmarks
Leukopenie zu wenig weiße Blutkörperchen
Leukozyt weißes Blutkörperchen; hierzu gehören Monozyten, Granulozyten und Lymphozyten; bilden die körpereigene Immunabwehr
Liquor Hirnwasser; Körperflüssigkeit, die das Gehirn und die Nerven im Rückenmark umspült
lymphatisch mit Lymphe und lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz, Thymusdrüse) zusammenhängend
Lymphozyt B- und T-Zellen, gehören zu den weißen Blutkörperchen

M

MDS myelodysplastische Syndrome; Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen des Knochenmarks, für die ein erhöhtes Risiko besteht, in eine AML überzugehen
Minimale Resterkrankung siehe MRD
Monozyt Zelle der körpereigenen Abwehr, gehört zu den weißen Blutkörperchen
MPN myeloproliferative Neoplasien; Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen des Knochenmarks; zu den MPN gehören die CML, Polycythaemia vera, essentielle Thrombozythämie und Osteomyelofibrose
MRD engl. minimal residual disease; Bestimmung einer sehr geringen Anzahl von leukämischen Zellen während und nach der Therapie; bietet die Möglickeit, den Krankheitsverlauf zu verfolgen
Mutation Veränderung des Erbguts
myeloisch griech. für das Knochenmark betreffend

P

Plasma flüssiger Teil des Bluts, enthält Wasser, Eiweiße, Salze und andere gelöste Stoffe
Philadelphia-Chromosom Veränderung des Erbguts, die bei der CML und der ALL auftritt; Translokation zwischen den Chromosomen 9 und 22

R

Remission Verschwinden aller klinischen Anzeichen einer Leukämie
Rezidiv Wiederauftreten der Erkrankung; Rückfall

S

Stammzelltransplantation (SZT) Gabe von Blutstammzellen eines passenden Spenders (allogene SZT) oder des Patienten selbst (autologe SZT) mittels Infusion
Symptom Krankheitszeichen

T

Therapiestudie Systematische Untersuchung einer Therapie am Menschen mit dem Ziel, Erkenntnisse über ein neues Medikament oder eine neue Behandlungsmethode zu gewinnen
Thrombopenie / Thrombozytopenie Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten)
Thrombozyt Blutplättchen; Blutzelle, die an der Blutgerinnung beteiligt ist
Translokation Austausch von Abschnitten zwischen zwei Chromosomen; diese genetische Veränderung führt zur Bildung von fehlerhaften Proteinen, die ursächlich an der Entstehung einer Leukämie beteiligt sind

Z

Zytomorphologie Lehre über die Gestalt und das Aussehen von Zellen
Zytostatikum Medikament, das das Wachstum von Leukämiezellen hemmen soll

Informationsbroschüren

Informationsbroschüre der Stiftung Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe

Erstellt von: Hehn (Informationszentrum) am 22.10.2014, letzte Änderung: 01.08.2016