Behandlungsmethoden

Hier finden Sie Informationen zu Chemo- und Strahlentherapie, zur Stammzelltransplantation, klinischen Studien und alternativen Heilmethoden.


ÜBERSICHT

  1. Chemotherapie
    Unter Chemotherapie versteht man die medikamentöse Behandlung mit verschiedenen chemischen Substanzen, die Tumorzellen zu schädigen vermögen. In der Behandlung von Leukämie und Krebserkrankungen zielt sie darauf ab, Zellen mit unkontrollierter Teilungstendenz, dazu gehören auch Leukämiezellen, abzutöten, sie in ihrer Vermehrung zu bremsen und zu stoppen.
  2. Strahlentherapie
    Leukämiezellen können neben dem Knochenmark und Blut auch andere Bereiche des Körpers befallen, wo sie durch eine Chemotherapie allein nur unzureichend abgetötet werden. In diesen Fällen wird die Behandlung durch eine Strahlentherapie erweitert. Auch für die Vorbereitung auf eine Stammzelltransplantation spielt die Bestrahlung eine entscheidende Rolle.
  3. Stammzelltransplantation
    Eine Möglichkeit der Behandlung von Leukämien ist die Stammzelltransplantation. Hierbei wird das erkrankte Knochenmark eines Leukämiepatienten durch gesunde Zellen ersetzt. Diese Zellen stammen von einem passenden Spender oder seltener vom Patienten selbst und werden - anders als der Name vermuten lässt - nicht durch eine Operation, sondern durch Transfusion übertragen. Zuvor müssen jedoch die erkrankten Zellen des Patienten durch eine starke Chemotherapie und Bestrahlung getötet werden, bei der auch gesunde Zellen des Patienten zerstört werden.
  4. Therapiestudien
    Therapiestudien sind medizinische Forschungsprogramme, in denen neue Behandlungsformen - z.B. neue Medikamente oder Kombinationen von Medikamenten und Therapiemaßnahmen - an Patienten untersucht werden. Sie sind Teil eines langwierigen, sorgfältig geplanten und kontrollierten Prozesses in der Leukämieforschung. Therapiestudien verfolgen das Ziel, wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten und vor allem eine Verbesserung der Therapieergebnisse bei bestimmten Erkrankungen zu erreichen.
  5. Begleitbehandlung
    Leukämien werden in der Regel mit einer Chemotherapie - manchmal in Kombination mit einer Bestrahlung - behandelt. Leider ist es unvermeidlich, dass diese Maßnahmen auch zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Daher erhalten Leukämiepatienten zusätzlich eine unterstützende Begleitbehandlung, die die Nebenwirkungen der Tumortherapie und die Folgen der Leukämie verhindert oder abschwächt und die Lebensqualität der Patienten verbessert.
  6. Alternativmedizin
    Unter dem Begriff der Alternativ- oder Komplementärmedizin werden Heilverfahren zusammengefasst, die sich als Ergänzung zur Schulmedizin verstehen. Akupunktur, Homöopathie und verschiedene Naturheilverfahren gehören zu den alternativen Behandlungsmethoden, die auch von Schulmedizinern anerkannt und eingesetzt werden.

Erstellt von: Hehn (Informationszentrum) am 25.07.2014, letzte Änderung: 24.07.2015