Medikamente

In der Leukämietherapie kommen neben Zytostatika weitere Medikamentenklassen wie Kinaseinhibitoren oder Antikörper zum Einsatz, die zum Teil in aktuellen klinischen Studien geprüft werden. Für viele der zugelassenen und neuen Substanzen sind Risiken hinsichtlich möglicher Medikamenteninteraktionen und Effekte auf das QT-Intervall zu beachten.


ÜBERSICHT

  1. Handbuch der unerwünschten Arzneimittelwirkungen
    Zytostatika gehören zu den Medikamenten mit dem geringsten therapeutischen Index. Wolf-Dieter Ludwig hat ein Handbuch mit unerwünschten Arzneimittelwirkungen der gängigsten Zytostatika erstellt, dass Mitgliedern im Kompetenznetz zur Verfügung steht (passwortgeschützt).
  2. Medikamenteninteraktionen
    Neue Substanzen in der Leukämietherapie haben unterschiedliche Effekte auf Metabolisierungswege. Damit besteht das Risiko von Medikamenteninteraktionen. In Studien mit neuen Substanzen muss daher häufig das Risiko von Interaktionen mit bestimmten Metabolisierungswegen z.B. Cytochrom P450 beachtet werden. Das gleiche gilt auch für einige bereits zugelassene Substanzen z.B. Imatinib oder Sorafenib. Auch Substanzen, die zu einer Verlängerung des QT-Intervals führen können und das Risiko von Torsade-de-points Tachykardien erhöhen, müssen in der Kombination besonders beachtet werden. Auch hier sind nicht zugelassene und zugelassene Substanzen z.B. Nilotinib betroffen.

Erstellt von: Hehn (Informationszentrum) am 15.07.2014, letzte Änderung: 22.07.2015