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Projektbeschreibung (Projekt 15)

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 02.08.2006, letzte Änderung: 14.11.2007

Immunmodulatorische Therapie von Niedrigrisiko-MDS

Die Studie befaßt sich mit der klinischen Prüfung pathophysiologisch begründeter Ansätze zur Therapie der hämatopoetischen Insuffizienz von Patienten mit Niedrigrisiko-MDS. Der Studienplan basiert auf den Befunden, daß bei diesen Patienten trotz Vorliegen maligner Zellklone die Suppression der normalen Hämatopoese mit der sich daraus entwickelnden Anämie, Thrombozytopenie und Granulozytopenie das klinische Bild bestimmt. Diese hämatopoetische Insuffizienz ist zu einem großen Teil Folge verstärkter Bildung inhibitorischer Zytokine und infolgedessen erhöhter Apoptose ausreifender Knochenmarkzellen. Die Studie soll neue Therapieoptionen eröffnen, indem durch immunmodulatorische Maßnahmen die Bildung inhibitorischer Zytokine im Knochenmark gehemmt und somit die hämatopoetische Insuffizienz behoben wird. Diese initiale Studie dient der Bestimmung der Verträglichkeit der immunmodulatorischen Therapie mit Antilymphozytenglobulin bzw. Antithymozytenglobulin sowie der Definition von therapeutischen Subgruppen. In einer folgenden Phase-III-Studie wird die immunsuppressive Therapie mit einer besten supportiven Behandlung bzgl. Transfusionsbedarf, zytopeniebedingter Begleiterscheinungen und Lebensqualität verglichen. In weiteren Anschlußstudien werden Kombinationen von immunmodulatorischen Medikamenten und hämatopoetischen Wachstumsfaktoren zur Optimierung des Therapieerfolges geprüft.
 
Studienziele

  1. Ermittlung der optimalen Therapie der low-risk MDS. Hierzu werden zunächst randomisiert zwei verschiedene Präparate zur Immunmodulation geprüft: Antilymphozytenglobulin versus Antithymozytenglobulin. Die sich anschließende Phase-III-Studie vergleicht die immunsuppressive Behandlung mit bester supportiver Therapie. In weiteren Anschlußstudien werden Kombinationen dieser Präparate mit Cyclosporin A und hämatopoetischen Wachstumsfaktoren randomisiert verglichen.
  2. Mittels Zytogenetik, Molekularzytogenetik, Molekularbiologie und Zellbiologie sollen die Mechanismen der klinischen Wirksamkeit (Apoptosehemmung, Zytokinmuster, Klonalitätsanalyse) aufgeklärt und ein Prognose-Score des klinischen Ansprechens entwickelt werden.

 

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