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Projektbeschreibung (Projekt 7)

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 02.08.2006, letzte Änderung: 14.11.2007

Risikoadaptierte Therapieoptimierung bei CML

Die Überlebenszeit bei CML ist abhängig vom Risikoprofil bei Diagnose und von der Therapie. Die lebensverlängernde Wirkung einer medikamentösen Therapie läßt sich durch Intensivierung und frühzeitigen Beginn verbessern. Eine risikoadaptierte Therapie bei CML ist bisher nicht etabliert, da die Risikofaktoren lange nicht gesichert waren und selbst der am meisten anerkannte Prognosescore von Sokal3 therapieabhängig ist und Hoch- und Intermediärrisikopatienten unter Interferon a (IFN)-Therapie kaum trennt. In internationaler Kooperation hat die deutsche Gruppe deshalb den Score von Sokal weiterentwickelt und bei Patienten, die keine Kandidaten für eine allogene Stammzelltransplantation sind und medikamentös therapiert werden, durch einen neuen verbesserten Score ersetzt, der auch bei mit IFN behandelten CML-Patienten drei Risikogruppen gut diskriminiert.

Ziel des Projekts ist eine risikoadaptierte Therapieoptimierung (Zielkriterien: Überlebenszeit, hämatologische Remission, zytogenetische Remission) durch Intensivierung der IFN-Therapie bei Niedrig- und Intermediärrisikopatienten und den frühzeitigen Einsatz einer Hochdosistherapie mit nachfolgender autologer Transplantation hämatopoetischer Stammzellen bei Hochrisikopatienten.

Die für dieses Projekt zum Wirksamkeitsnachweis einer risikoadaptierten Therapie benötigte Patientenzahl ist nur durch das Netzwerk erreichbar. Umgekehrt wird der Mehrwert für das Netzwerk und die an der Therapieoptimierung teilnehmenden Zentren und Patienten durch die zu erwartende Überlebenszeitverlängerung erheblich sein. Das Projekt ist geeignet, neben dem Forschungsaspekt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie flächendeckend Patienten und Ärzten zugänglich zu machen und umzusetzen.

 

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