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Projektbeschreibung - Epidemiologie

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 02.08.2006, letzte Änderung: 14.11.2007

Epidemiologische Kennzahlen für Akute und chronische Leukämien mit gesicherter Diagnose von Subtypen durch zentrale Referenzlabors

Sowohl für die Bundesrepublik wie auch international liegen nur grobe und durch mannigfache Selektion beeinträchtigte Schätzwerte für die Prävalenz und Inzidenz der akuten und chronischen Leukämien vor. Die Angaben der deutschen Tumorregister sind ohne differenzierte Subtypen auf Grund der Morphologie und Zytogenetik nicht aussagefähig und nicht flächendeckend. Entscheidend für epidemiologische Kennzahlen wie Prävalenz und Inzidenz ist eine weit differenzierte und gleichzeitig gesicherte Diagnostik nach Subtypen der Leukämien, wie sie durch zentrale Referenzlabors für Morphologie, Immunphänotypisierung und Zytogenetik ermöglicht wird. Diese Informationen sind im MedNet vorhanden und sollen für eine Verbesserung von epidemiologischen Kennzahlen wie Prävalenzschätzungen und Inzidenzschätzungen genutzt werden.

Die überwiegend diagnostische Betrachtungsweise der Referenzlabors und Therapiestudien soll durch stärker epidemiologisch orientierte populationsbezogene Ansätze ergänzt und erweitert werden.

Das Gesamtziel des Teilprojekts ist eine Differenzierung und Verbesserung der derzeit verfügbaren Schätzungen der Prävalenz und Inzidenz der akuten und chronischen Leukämien im Erwachsenenalter. Dieses Ziel wird nur schrittweise und nur in einem iterativen Prozeß zu erreichen sein, da auch im MedNet die in den zentralen Referenzlabors untersuchten Patienten nicht flächendeckend erfaßt, durch mannigfache Selektionseinflüsse beeinträchtigt und die Fallzahlen für einzelne Untergruppen klein sind.

Das beschriebene Gesamtziel soll in 6 Arbeitspaketen verfolgt werden, die in zwei Zyklen durchlaufen werden: Definition prognostisch wichtiger differenzierter Subtypen, Erarbeitung der Datenschnittstellen, Übergabe der geprüften Datensätze aus den zentralen Referenzlabors, Probeläufe mit Korrekturen, Vergleiche mit Tumorregisterdaten und internationalen Studien und Durchführung differenzierter Prävalenz- und Inzidenzschätzungen.

 

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