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Projektbeschreibung (Morphologie)

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 02.08.2006, letzte Änderung: 14.11.2007

Zentrale morphologische Leukämiediagnostik

Die morphologisch-mikroskopische Untersuchung von Blut und Knochenmark ist die Grundlage jeder Leukämie-Diagnostik und wichtig für Prognose-Abschätzung, Therapie-Stratifizierung sowie für den optimierten Einsatz der modernen Untersuchungstechniken wie Zytogenetik und Molekularbiologie.

Mit der Zentralisierung der mikroskopischen Leukämiediagnostik in den deutschen Therapiestudien wurde die Sicherheit der Diagnosen in den 80er Jahren klar verbessert. Die mehr oder weniger sichere Erfahrung des Arztes vor Ort wurde durch die herausragende Kompetenz des Referenzdiagnostikers ersetzt. Jetzt ist ein weiterer Schritt erforderlich: Das Wissen des Referenzdiagnostikers muß durch die gebündelte interdisziplinär abgesicherte Kompetenz des Morphologie-Panels ergänzt werden, das sich im Rahmen eines Netzwerkes organisiert und die ergänzenden Disziplinen der Leukämiediagnostik, Immunologie, Zytogenetik, Molekularbiologie, einbezieht.

Zentrale Elemente des Zusammenschlusses der Morphologie-Gruppe sind: (1) Einheitliche Befunderfassung und Dokumentation in kompatiblen Datenbanken, (2) Ausbau eines Telemikroskopie-Netzwerkes, (3) Nutzung des Internets für Problemfall-Diskussionen, (4) regelmäßige interdisziplinäre Problemfall-Konferenzen, (5) Einbeziehung regionaler Diagnostiklabors in das Telemikroskopie-Netz im Sinne einer vertikalen Vernetzung, (6) Ausbau des Didaktik-Sektors unter Einbeziehung der Möglichkeiten des Internets. (7) Ein morphologisches Referenz-Panel wird auch für diagnostische Fragen außerhalb der Studien zur Verfügung gestellt. Dadurch wird die diagnostische Kompetenz der Studienexperten allgemein verfügbar gemacht.

 

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