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Projektbeschreibung - Immunphänotypisierung

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 02.08.2006, letzte Änderung: 14.11.2007

Zentrale Immunphänotypisierung

Wichtige Ziele der Immunphänotypisierung akuter Leukämien sind die Zuordnung morphologisch/zytochemisch undifferenzierter Leukämiezellen zur myeloischen, B-/T- oder NK-Zellreihe, die Feststellung der Differenzierungsstufe der Leukämiezellen, die Erkennung biologisch und/oder prognostisch relevanter Subtypen und der Nachweis residualer, durch die Behandlung nicht eliminierter Leukämiezellen ("minimal residual disease", MRD). Voraussetzung hierfür ist die Durchführung einer standardisierten, studiengerechten Immunphänotypisierung. Ausgehend von den unter maßgeblicher Mitwirkung der Antragsteller in den vergangenen Jahren national und auf europäischer Ebene erarbeiteten Leitlinien für die Durchführung und Interpretation der Immunphänotypisierung sowie Definition immunologischer Subtypen bei akuten Leukämien wird sich dieses Projekt deshalb zunächst der Standardisierung der Methoden und Erarbeitung eines Konsensusprotokolls widmen, um die im Rahmen der verschiedenen Therapiestudien in Deutschland durchgeführte Immunphänotypisierung zu vereinheitlichen. Diese Initiativen zielen auf eine deutliche Qualitätsverbesserung der initialen Diagnostik bei akuten Leukämien ab und sollen die Vergleichbarkeit immunologischer Befunde, die in verschiedenen Laboren erhoben wurden, verbessern. Angesichts der zunehmenden Bedeutung zellbiologischer Subtypen für die Definition von klinischen Risikogruppen, Auswahl Subtyp-spezifischer Therapiestrategien und prognostische Einschätzung der Erkrankung sind studienübergreifende Kooperationen zwischen den für die initiale morphologische, immunologische und zyto-/molekulargenetische Diagnostik verantwortlichen Referenzinstitutionen und Zusammenführung der erhobenen Befunde in einer zentralen Datenbank essentiell für eine Verbesserung der Patientenversorgung. Die in Zusammenarbeit mit dem zentralen Informationsserver des Netzwerkes zu etablierende gemeinsame Datenbankstruktur für die prospektive Erfassung der morphologischen, immunologischen, zyto- und molekulargenetischen Befunde wird darüber hinaus eine gemeinsame Bearbeitung studienbegleitender Forschungsprojekte wie z.B. Charakterisierung seltener Subtypen akuter Leukämien, Nachweis von MRD mittels Immunphänotypisierung/Molekulargenetik, Charakterisierung leukämischer Stamm-/Progenitorzellen ermöglichen. Weitere Schwerpunkte dieses Projekts werden die Weiterbildung der an den klinischen Studien beteiligten hämatologischen Zentren über den "state of the art" der Immunphänotypisierung und das erarbeitete Konsensusprotokoll, die anläßlich der bereits regelmäßig stattfindenden Fortbildungsveranstaltungen zur Leukämie- und Lymphom-Diagnostik erfolgen soll, sowie die Mitarbeit im Referenz-Panel der Experten im Rahmen der Konsensus- und Problemfall-Konferenzen sein.

 

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