
Erstellt von: Infozentrum (Projekt 2) , am: 08.08.2006, letzte Änderung: 10.04.2008
Supportive Therapiemaßnahmen sind Therapieverfahren, die Nebenwirkungen der Tumortherapie verhindern oder abschwächen
Autor: Informationszentrum im Kompetenznetz, Stand: 2008
Die unterstützende Begleitbehandlung (Supportivtherapie) spielt eine wesentliche Rolle bei der Behandlung von Leukämien. Ziel ist es dabei, den Folgen der Leukämie und der Chemotherapie vorzubeugen oder diese zu behandeln. Die Patienten werden genau überwacht. Neben Kontrollen der Laborwerte und des Blutbildes wird besonders auf Infektionszeichen geachtet. Im Einzelfall kann die supportive Therapie unter anderem die Gabe von Antibiotika, Medikamenten gegen Pilzinfektionen, Transfusionen von Erythrozyten oder Thrombozyten beinhalten. Erbrechen kann ebenfalls durch die Gabe von Medikamenten vorgebeugt werden. Mundspülungen werden zur Vorbeugung von Schleimhautschäden durchgeführt. Weitere Medikamente können gegeben werden, um einer Nierenschädigung durch die zerfallenden Leukämiezellen vorzubeugen. Für einzelne Zytostatika sind jeweils besondere Regeln für die Supportivtherapie zu beachten.
Wichtig ist auch eine umfassende Aufklärung des Patienten über Verhaltensregeln z.B. im Hinblick auf Körperhygiene (einschließlich Mundpflege) und Ernährung. Es ist auch bedeutsam, daß der Patient selbst auf Infektionszeichen wie Fieber, Schüttelfrost, Husten, Durchfall u.a. achtet und seine Beobachtungen dem medizinischen Personal mitteilt.
Schwerpunkte der supportiven Therapie sind die Behandlung: