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Die neue AML2003 Studie der Deutschen Studieninitiative Leukämie (DSIL)¶

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 11.12.2006, letzte Änderung: 17.02.2009

7/2004

Autoren: M. Schaich, G. Ehninger, Universitätsklinikum Dresden für die Deutsche Studieninitiative Leukämie (DSIL) (aus Rundbrief Nr. 7, Februar 2004)

Die seit Dezember 2003 aktivierte AML2003-Studie der Deutschen Studieninitiative Leukämie (DSIL), vormals SHG "Dresden", stellt die Nachfolgestudie der AML96 Studie für Patienten <= 60 Jahre dar. In dieser AML2003-Studie wird der Stellenwert der früh-allogenen Stammzelltransplantation in der Aplasie nach Induktionstherapie für Hochrisikopatienten prospektiv randomisiert untersucht. Eine rasche Analyse der Risikofaktoren (Zytogenetik, FLT3 Status, Blastenclearance nach erster Induktion) und der Spendersituation ist hierfür unabdingbar. Für diese "fast search"-Diagnostik, die bei allen eingeschlossenen Patienten durchgeführt wird, werden bedeutsame Ressourcen bereitgestellt, was zu einer Entlastung der teilnehmenden Zentren führt. Als weitere Fragen werden die Bedeutung der autologen Transplantation und der Nutzen von zusätzlichen Substanzen innerhalb der Postremissionstherapie wie m-AMSA und Mitoxantron randomisiert untersucht. Die Randomisation in vier Therapiearme erfolgt upfront mit zwei kreuzklassifizierenden Faktoren zu zwei Stufen (intensivierte vs. Standard-Therapie und Ara-C vs. Ara-C+Mitoxantron+m-AMSA). Der Intergroup-Therapieplan des Kompetenznetzes "Akute und chronische Leukämien" wird also als zentrales Element in die AML2003 Studie integriert und 25% der Patienten entsprechend behandelt. In den intensivierten Therapiearmen fi ndet eine risikoadaptierte und prioritätenbasierte Therapie, einschließlich früher allogener bzw. konsolidierender autologer Stammzelltransplantation statt. Zusätzlich zu den klinischen Fragestellungen wurde für die AML2003 Studie ein ausführliches Begleitforschungsprogramm aufgelegt, um einen besseren Einblick in die Heterogenität der AML zu gewinnen und neue Wege für "maßgeschneiderte" Therapien zu eröffnen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gerhard Ehninger, Dr. Markus Schaich
Medizinische Klinik und Poliklinik I
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
Tel.: 0351-458-4190, Fax: 0351-458-5362
e-mail: gerhard.ehninger@uniklinikum-dresden.de
markus.schaich@uniklinikum-dresden.de

 

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