

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 12.02.2007, letzte Änderung: 12.02.2008
Autor: Prof. Dr. Harald Rieder, Universität Düsseldorf
Im Gegensatz zur klassischen Technik der Chromosomenanalyse, bei der bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Metaphasen bei 1000facher Vergrößerung mit einer Kleinbildkamera abfotografiert und dann in einer Dunkelkammer entwickelt wurden (gegebenenfalls ausgeschnitten und zum Karyogramm gelegt und dann nochmals abfotografiert wurden), können die zytogenetischen Institute heute zwischen zahlreichen Karyotypisierungsprogrammen auswählen. In den vergangenen 10 Jahren kamen immer mehr Firmen mit eigener Software auf den Markt. Im Prinzip handelt es sich bei allen Programmen um eine Datenbanklösung, der eine spezielle Bildverarbeitungssoftware aufgepflanzt wurde. Es werden für alle gängigen Betriebssystemen (Apple OS*, Windows 95, Win-NT) Programme angeboten. Sie unterscheiden sich im wesentlichen in der Hardwareausstattung und dem Preis. Zudem variieren einige Bedienungselemente variieren. Die heute eingesetzte Software ist in der Regel in der Lage Durchlicht- und Fluoreszenzbanden gleichermaßen gut aufzunehmen. Ebenso sind darauf aufbauende zusätzliche Programme für FISH, M-FISH und CGH erhältlich.
Das mikroskopische Bild wird mittels einer CCD-Videokamera, einem frame-Grabber und einer hochwertigen Grafikkarte aufgenommen und anschließend abgespeichert. Bei den CCD-Kameras ist die Leistung des eingebauten Chips von Bedeutung; sie richtet sich danach, wieviel Pixel pro Bildpunkt aufgenommen werden können. Je mehr Pixel, desto höher ist das Auflösevermögen und die Menge an im Bild dargestellten Graustufen. Schlußendlich hängt also die Qualität des abgebildeten Chromosoms davon ab.