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Diagnostik der akuten lymphatischen Leukämie

Erstellt von: Hellenbrecht (Infozentrum Projekt 2) , am: 09.02.2007, letzte Änderung: 12.02.2008

Autor: Prof. Dr. Harald Rieder, Universität Düsseldorf

Etwa 70% der erwachsenen Patienten mit akuter lymphatische Leukämie (ALL) weisen klonale Chromosomenaberrationen auf. Bisher konnte aufgrund der geringen Inzidenz der meisten Aberrationen nur für die Translokationen t(9;22) und t(4;11) eine prognostische Relevanz nachgewiesen werden. Unter dem Aspekt der Entwicklung molekularer Therapieansätze gewinnt die möglichst umfassende Charakterisierung der genetischen Veränderung bei der ALL verstärkt an Bedeutung. Eine wesentliche Rolle kommt dabei der molekularzytogenetischen Diagnostik zu.

Häufigkeit chromosomaler Aberrationen bei der ALL des Erwachsenen:

ChromosomenbefundHäufigkeit
  
klonale Aberrationen68-85%
normaldiploid15-33%
  
Ploidiegruppen 
- hypodiploid4-8%
- niedrig hyperdiploid(47-50)7-15%
- hoch hyperdiploid(51-68)7-8%
- nahezu tri-/tetraploid3-5%
Strukturaberrationen 
-t(9;22)(q34;q11)11-29%
-t(4;11)(q21;q23)3-7%
- t(8;14)(q24;q32)2-5%
- t(1;19)(q23;p13)1-3%
-t(10;14)(q24;q11)1-3%
- dic(9;20)(p11;q11)1%
- 9p-Aberrationen5-15%
- 6q-Aberrationen3-6%
- 12p-Aberrationen2-5%

 

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