
Erstellt von: Schäfer , letzte Änderung: 28.10.2010
Martin C. Müller (Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, III.Medizinische Klinik, Mannheim) aus dem Rundbrief 15, September 2010
BCR-ABL-Standardisierung bei CML in Deutschland
BCR-ABL-Standardisierung
(276KB)
aus dem Inhalt:
Die Vielfalt der Methoden, welche für die molekulargenetische BCR-ABLQuantifizierung angewandt werden, geht mit einer ungenügenden Vergleichbarkeit der durch sie erzielten Ergebnisse einher. Die bedeutendsten variablen Schritte auf dem Weg der Blutprobe bis zum PCR-Befund seien im Folgenden kurz erwähnt: Blutaufarbeitung durch Erythrozytenlyse, Leukozytenlyse, RNA-Extraktion, cDNA-Synthese, PCR-Protokoll, PCR-Plattform, Wahl des Haushaltsgens zur Kontrolle der Probenqualität, externe Kontrolle durch Plasmidverdünnungsreihen, etc. Diese Heterogenität lässt sich nicht durch Vorgabe bis ins Detail vereinheitlichter Methoden überwinden. Durch Ringversuche mit Zellverdünnungsreihen und Patientenproben kann auch ohne Methodenangleichung eine Anpassung von Resultaten an die sogenannte Internationale Skala (International Scale, IS) erfolgen. Die Ringversuche erlauben eine Beurteilung der Linearität der Resultate sowie der laborspezifischen Sensitivität. Nur im Falle linearer Korrelation im Vergleich zu den Referenzwerten können laborspezifische Konversionsfaktoren berechnet werden, welche eine Umrechnung lokaler Ergebnisse in international vergleichbare Ergebnisse ermöglicht. Das Wissenschaftliche Labor der Universitätsmedizin Mannheim erfüllt seit 4 Jahren die Funktion des Europäischen Referenzlabors für insgesamt 61 teilnehmende Laboratorien bezüglich molekularer BCR-ABL-Quantifizierung. …