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Auf den folgenden Seiten finden Sie umfassende und fachlich gesicherte Informationen zu Leukämien und verwandten Erkrankungen. Die Inhalte wurden vom Experten aus dem Kompetenznetz erstellt und sollen Ärzte und Wissenschaftler aus dem Bereich Hämatologie/Onkologie in ihrer Arbeit unterstützen.


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ÜBERSICHT

  1. Akute lymphatische Leukämie
    Bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) handelt es sich um eine maligne Erkrankung des Knochenmarks, die durch unkontrollierte Proliferation früher lymphatischer Vorläuferzellen charakterisiert ist. Die Leukämie tritt vor allem im Kindesalter auf.
  2. Akute myeloische Leukämie
    Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine maligne Neoplasie der myeloischen Entwicklungsreihe und die häufigste Form der akuten Leukämien bei Erwachsenen. Je nach Ausgangspunkt können verschiedene myeloische Zelllinien von der Erkrankung betroffen sein.
  3. Chronische lympatische Leukämie
    Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist ein niedrigmalignes, leukämisch verlaufendes B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom ("B-NHL") und wird damit in die Gruppe der "Lymphome" eingeordnet.
  4. Chronische myeloische Leukämie
    Die laut WHO-Klassifikation zu den myeloproliferativen Neoplasien (NPM) gehörende chronische myeloische Leukämie (CML) ist durch die Translokation t(9;22) gekennzeichnet. Aufgrund dieser genetischen Aberration nimmt die CML innerhalb der NPM in Bezug auf den Krankheitsverlauf und die Behandlung eine Sonderrolle ein.
  5. Myelodysplastische Syndrome
    Myelodysplastische Syndrome (MDS) sind erworbene klonale Stammzellerkrankungen, die durch normale bis erhöhte Zelldichte des Knochenmarks, unterschiedlich ausgeprägte Reifungsstörungen der Hämatopoese, quantitative Veränderungen (im Regelfall Verminderungen) peripherer Blutzellen und erhöhtes Risiko der Entwicklung einer akuten myeloischen Leukämien charakterisiert sind.
  6. Myeloproliferative Erkrankungen
    Unter myeloproliferative Neoplasien (MPN) sind seit der Revision der WHO Klassifikation 2008 eine Reihe seltener, BCR-ABL1 negativer Erkrankungen und die BCR-ABL1 positive CML zusammengefasst. Kennzeichen ist die unkontrollierte Proliferation einer oder mehrerer myeloischer Zelllinien.
  7. Diagnostik
    Typische Veränderungen von Blut und Knochenmark, wie sie bei Leukämien auftreten, können mit Hilfe verschiedener diagnostischer Verfahren identifiziert werden. Die Referenzlabore der Studiengruppen im Kompetenznetz sind Experten für Morphologie, Immunphänotypisierung, Molekular- und Zytogenetik.
  8. Therapie
    Die Therapie von Leukämien und verwandten Erkrankungen richtet sich in erster Linie nach Entität und Risikokonstellation. Neben den klassischen Behandlungsoptionen wie Chemotherapie, Bestrahlung und Stammzelltransplantation stehen verschiedene Medikamente - z.B. Tyrosinkinaseinhibitoren oder Antikörper - und andere Ansätze zur Verfügung. Darüber hinaus werden fortwährend neue Wirkstoffe in klinischen Studien untersucht.
  9. Häufigkeit von Leukämien in Deutschland
    Jährlich erkranken bis zu 12.000 Menschen in Deutschland an Leukämien - darunter etwa 600 Kinder. Die Krebsfälle bei Kindern werden seit 1980 zentral im Deutschen Kinderkrebsregister dokumentiert. Im Gegensatz dazu existiert bei uns jedoch kein zentrales Register zur Erfassung von Leukämiefällen bei Erwachsenen. Im Kompetenznetz Leukämien wurden daher eine Methode entwickelt, um auf Basis internationaler Registerdaten nachvollziehbare Schätzwerte für die Häufigkeit bestimmter Leukämie-Subtypen in Deutschalnd zu errechnen.
  10. Survivorship
    Dank der Fortschritte in der Leukämietherapie haben sich die Heilungschancen für Patienten in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verbessert. Deshalb müssen bereits mit Beginn der Therapie mögliche Folgen bedacht werden. Überlebende einer Krebserkrankung, die Survivor, kämpfen in einigen Fällen noch Jahre nach einer erfolgreichen Behandlung mit Langzeiteffekten.
  11. Scores
    Zur Abschätzung von Allgemeinzustand, Einfluss von Komorbiditäten, Therapiefähigkeit und spezifischem Risiko von Leukämiepatienten wurden verschiedene Scores entwickelt, die nützliche Tools für die Therapieentscheidung sein können.

Erstellt von: Hehn (Informationszentrum) am 13.02.2014, letzte Änderung: 30.07.2015